2012-03-10

fehler 41 / out of bonds


jetzt kommts: ich wollte gerade schon wieder einen "was ist eingentlich mit der zeit los"-post schreiben. tja. und der letzte post ist so lange her, dass ich vergessen hatte, dass ich eigentlich fast alles dazu gesagt habe... also es sollte einen etwas weniger aktionistischen spin haben. also nicht mehr das. CARPE DIEM.LOS.LOS.LOS. Ding, sondern eher in der art, dass ich mich über mein falsches bild über spiessigkeit und glück im kleinen wundern wollte -und an die entsprechenden zeitverwendungsrituale.
also in der summe kommts wohl drauf raus, dass ich mich mit dem fusseligen zauberer auf dem kutschbock sehen und ihm einflüstere: ein plüschhase kommt immer genau dann, wenn er zu kommen gedenkt. nicht zu früh und auch nicht zu spät. immer richtig. und jetzt zisch ab, du zwerg!
mathematisch gesprochen gehts hier wohl um die koordinate, die probe oder den messwert und nicht um die integration eines dazwischen liegenden wertes. egal was man macht. die sind immer ungenau und je mehr man sich dafür interessiert, umso mehr reibt man sich auf. und hier gibts mal wieder was zu lernen:
Der Doktor der Rechnerei sagt dann: "Immernoch ungenau. Oder: Ich brauche mehr Details." während der Zimmerer um 9oderso auf dem Dach in der sonne flüstert: "pssst. morgens halb zehn in deutschland. passt doch."

Also schlussendlich ists dann doch wieder was über die zeit geworden und ich schliesse mit der erkenntnis: jeder moment ist der richtige. es gibt nur den einen und das ist nicht meine schuld. warum sollte ich es ihm also krumm nehmen. ja, das muss sich nicht immer gut anfühlen - mannchmal auch das gegenteil davon. aber: er ist schon weg, wenn man ihn bemerkt und dann? Dann kommt einer für etwas anderes.

2011-10-18

mit dem fisch an der wand durch den putz



zeit definiert sich aus der summe aller sekunden auf einer uhr mal der menge der blicke die man ihr würdigt. schaut man nicht drauf ist sie zwar irgendwie weg, aber man hat sie weder gesehen noch weiss man wo sie genau hin ist. verloren ist dann das wort dafür, aber was war denn da eigentlich zwischen 8 und 7 uhr. ein arbeitstag oder viel schlaf oder was auch immer. eigentlich macht das alles nichts, solange man nicht zum zeiger wird und sich mit jedem kleinen klick des uhrwerks geschüttelt und zur seite geworfen fühlt. bei arbeit kann das manchmal so sein und so ists auch ganz klar, dass man danach wiederum zeit braucht, um den schwindel zu bekämpfen. beim schlaf ist das glücklicherweise nicht so. ich habe zumindest noch nie jemanden  erlebt, der sich über zu langen schalf beschwert hat oder von aller die zeitumherschüttelei im schalf ernsthaft schlecht gefühlt hat.
trotzdem: manchmal kann die ungnädige uhr ein folterknecht sein und da geht es mir und allen anderen wohl ähnlich und ich denke damals beim bau der pyramiden wars wahrscheinlich nicht anders. die haben sich bestimmt auch den feierabend und mittagspausenbutterbrote herbeigesehent.
den aktuellen debatten folgend, dass wir alle sekundenzeigersklaven sind und früher oder später die hassliebe zwischen dem funktionieren im akkord (da geht sie rum) und der frage danach, dass andere arbeit folgt oder eben keine sondern nur die erkenntnis, dass es schwer geworden ist überhaupt herauszufinden was so geht wenn man denn mal zeit hat und in ruhe und ohne qual den zeiger beobachten könnte. unerträglich gleichfalls, also bitte wieder her mit der qual und der konsequenz nicht hinzuschauen. ab ins bett zum beispiel. glotze an, arschlecken. um es mit eisenpimmel zu sagen.
also kurzum, das ist doof und muss anders. brutale befreiungsschläge wäre da etwas. so richtig mit zeigerverbiegen und die unruh ins wanken bringen bis alles schwibbelt und schwubbelt. es ist doch so. jeder tag ist ein guter tag denn er ist neu und mit jeder sekunde wird neue zeit geliefert und keiner weiss was drin ist.
zeitkapazität ist die menge an möglichkeiten, die in jeder einzelnen sekunde steckt und die ist unendlich. scheissdrauf ist die währung mit der man kapazität bezahlt und je mehr scheissdrauf investiert wird, umso größer ist der abstand zwischen zwei sekunden.

also männer (und fraun) ich eröffne den kampf für eines positive verschwubbelungsbilanz!

2011-10-15

Es gibt nichts gutes. ausser man....

...kauft es!

16849026-23716896

2011-08-05

ja, schnell noch was...

als hätte ich es geahnt, ist nach all dem schaum des letzten posts, gestern die wanne dann übergelaufen. also meteorologisch gesehen. bremen ging den bach runter und wir gleich hinterher. keller voll (bisschen). büro abgesoffen. schäden: kurzfristig gemüt (schreck - daher keine fotos).

a propos den bach runter: ich hab was für euch kleine wilde kommerzwiesel. nach 6 jahren gibts mal wieder was neues im kap>drs shop.  und hier den grund und wer es nicht lesen möchte - der letzte satz unter der überschrift "Die Griechen von der Weser" muss reichen:

"Fragt man den Gründungsberater Mickeleit nach Jobs mit Zukunft in Bremerhaven, so muss er nicht lange überlegen. "Sie werden es mir nicht glauben: Die boomende Branche ist nach wie vor Nageldesign."

2011-08-03

pointless / unindexed

ich bin terug und der tippfingger ist wieder abgeheilt. aber in der zwischenzeit ist den fingern ohnehin so einiges zugestossen.
klar, das wichtigste und beste war wohl die vielfach bezeugte beringung des vierten von rechts links. der wurde zwar nicht genutzt, um mich an den kaukasus zu schmieden aber dennoch an einen fels in der brandung. das ist viel besser und innere organe werden mir auch eher seltener von vögeln heraus gerissen. also muss auch nichts nachwachsen und auch die tage fühlen sich kürzer an und nicht schmerzhaft und lang. super sache also und insgesamt empfehlenswert.

dann noch der zweite von links rechts: der wurde vom katertier zerlegt und dann dick und dann salbenbraun und dann wieder dünnner und dann hat er sich gehäutet. jetzt ist wieder alles normal.  erkenntnis. wenn man an einem computer sein geld verdient, sollte man sich die fingerchen mindestens so versichern lassen wie JLo ihrn arsch. mindestens.

so ein körper ist ein zerbrechlich ding und auch wenn er den kopf verläßlich weiter trägt und man denkt, das müßte reichen und das wäre schon gut, dann ist das insofern falsch, als dass reibungsverluste in den details mindestens genauso dramatisch sein können: apper finger oder ein knick im atlas (let op:  wij zijn heel geografisch). ich habe daraus gelernt (und das ist jedem zu empfehlen), dass das ganzheitliche pflegeprogramm wieder in den vordergrund muss und so möchte gerade gerne beruflich, sozial und meteorologisch shampooniert werden und zurück shampoonieren. also bildlich und nicht mit seife in die augen - obwohl in den wolken könnte sich das ganz gut machen...rise & shine!

An die Seifen Männer und Frauen. DAS. IST. VOLLBAD.

2011-05-26

Der Sommer der dicken Mädchen

Hach, ich schreib mal was. Gerade ist mir eine Frauenzeitschrift in die Hände gefallen. Der löchrigkeit meines Gedächtnisses sei es gedankt, dass ich keine Ahnung habe welche. Sie ist ja nicht mehr in der Hand, aber eine kleine Erinnerung gibt es dennoch. Diäten. Gemüsediäten.
Da kann man ja ganz leicht 1 und 1 zusammenzählen. Früher in einem Mädchenzimmer in Oldenburg hing glaube ich eine Postkarte oder sowas auf der die mahnenden Worte "Du bist zu fett für diesem Sommer" standen. Nett und ein tiefer Einblick in die existenziellen Nöte die an Sonnenstrahlen geheftet sind. Der Kampf um die besten Stücke aus dem Genpoool hat wieder einmal begonnen und es ist wieder Krieg auf den Straßen und in den Cafés. Bald wird er sich ausdehnen in die Beachclubs, Frei- und Strandbäder, Diskoaußenbereiche in denen sich Testosteronjünglinge und  feine Weibchen in vorauseilender Duldungsstarre trockenlaufen und natürlich die Stadtparks, Wiesen und rund um jeden Grill. Krieg und Hormonvergiessen überall. Nur: diesmal könnte alles anders werden, denn im Gemüse ist gerade die Seuche, keiner weiss worher und alles was man essen kann ist Fleisch. Mehr nicht. Fleisch den ganzen Tag lang. Schnitzel zum Frühstück. Mittags schnell die Buletten aus dem BigMeg geklaubt und runter damit. Weg mit dem Kuchen und her mit dem Faux Hare. Und als krönenden Abschluss eines eifrigen Tages gibts nen leckeren Braten. (und später vorm TV kann man ja auch noch Speck knabbern). Also weder eine große Umstellung, noch Herausforderung, doch all die Ungebundenen werden sich wohl oder über damit abfinden müssen, dass dieses Jahr wohl auch ihr ureigenstes Fleisch eher in warm, deftig und fettig daherkommt. Ich finds nicht schlimm und gut ists auch, da kann man sich mal wieder als Mensch begegnen und erfahren, wie sich das lang vergessene Abenteuer: Körper anfühlt.

Ich wünsche euch einen herrlichen Sommer der dicken Mädchen (und Jungs). Ganz ehrlich.

2011-04-02

wikkiti-was von diesen-hiesen

also okay, work - life balance ( und allein das wort ist schon warnung genug) ist au dem lot. soviel ist klar und der grund ist natürlich work. immerhin muss ja schliesslich life nicht ausbalanciert werden - das ist ja im idealfall immer da wenn sonst nichts ist. work ist der aggressor und dem gilt es einhalt zu bieten.
ehrlich gesagt ist das schwer, wenn es keinen chef gibt und der einzig zur verfügung stehende chef verständnisvoll gegenüber überstunden ist.... böser, böser chef. ABER ich komme also soeben halb bis dreiviertelbetrunken aus dem garten und das allein ist schon ein halber urlaub. grill an, den knoblauch nach der butter geworfen, die festzeltgarnitur auf die grünegrünewiese und schauen obs der kater draussen mag (ja. mag er, aber dooferweise ist er rübber zum grossendoofenhund und dann krachts und der hund will liebe und der kater will weg -wer kennt das nicht, passiert doch jedem mal. was eher seltener ist, ist dass dann der nachbar kommt um die situation zu retten - obwohl auch dass passiert hier manchmal und manchen hängts schon zu hals raus.....kryptisch? ja! ausgedacht? nein.)
naja. workllifebalance ist ein spiel mit vielen unbekannten, aber die verlässlichste der unbekannten ist der frühling, der die tage länger macht und man am telefon nicht gutenabend sagen muss und man sich denkt hoffentlich ruft jetzt keiner an, aber es ist 9. leude das ist der gute start einer guten sache.

es wird warm im kr*stnuniversum und mit etwas glück kommt bald die gutelaunelustigbärzeit und ich renne raus wenn es an der tür piepst und drücke jeden - vom postmann bis zu den verhassten zeugen - und dann stelln wir noch dreimal die fritöse raus oder den grill und dann gibts zur belohnung arrest auf lebenszeit.

kann gar nicht drauf warten.

SPRING!
YOU PUSSIES!
SPRING!
SPRING!